Wenn eine MPU mit einem Alkoholproblem im Hintergrund ansteht (eine oder mehrere Promillefahrten, Straftaten im Zusammenhang mit Alkohol, Aggressionstaten im betrunkenen Zustand in Verbindung mit dem Straßenverkehr usw.), so erfordert dies eine Untersuchung zur Frage: „Ist zu erwarten, dass der Betroffene zukünftig kein Fahrzeug mehr unter dem Einfluss von Alkohol führen wird“.
Beim Explorationsgespräch des MPU Psychologen während der Erstellung des Gutachtens müssen Betroffene offen und wahrheitsgemäß über früheres Verhalten sprechen. Auch soll ehrlich und ohne Abwehrhaltung über frühere Trinkmuster und -gewohnheiten berichtet werden. Nur dann kann der Gutachter erkennen, dass Betroffene zur selbstkritischen Betrachtung damaliger Verhaltensweisen gekommen sind. Gelingt das aber nicht, so besteht immer der Verdacht, dass Betroffene sich selbst etwas vormachen und zu keiner realistischen Bewertung kommen können. War es anlässlich der Alkoholfahrt, selbst noch bei einem sehr hohen Promillewert, jemanden möglich auf andere wenig betrunken zu wirken, so vermutet der Gutachter, dass damals eine intensive Trinkgewöhnung vorlag. Click here to read more.. »